Über 30 Jahre im Einsatz auf der ganzen Welt

Charles Michel ist seit über 30 Jahren für Fernsehsender auf der ganzen Welt im Einsatz und hat Tausende TV-Produktionen für die Berichterstattung aus Krisengebieten, Dokumentarfilme und Newsbeiträge realisiert. Er arbeitete ab 1979 für das Schweizer Fernsehen und Zeitschriftenverlage im In- und Ausland. Bekannt wurde er Anfangs der Achtzigerjahre mit seinen preisgekrönten 360-Grad-Reisereportagen für die Zeitschriften «Bunte» «Geo», «Panorama Madrid» und anderen mehr.

Millionen von Lesern dieser Zeitschriften sahen damals die weltweit ersten 360-Grad-Bilder aus dem Hubschrauber über Deutschland. Am Anfang war die grösste Herausforderung, diese weltweit einzigartige Kamera so unter dem Hubschrauber zu montieren, dass die Vibrationen und Bewegungen vom Heli nicht auf die Kamera übertragen wurden. Zudem mussten von den lokalen Luftämtern diese Umbauten und die Flüge jedes mal bewilligt werden. Nicht immer konnten die Behörden oder Regierungen überzeugt werden. So verweigerte uns das Österreichische Luftamt zwei Jahre lang den Überflug von Salzburg.

 

Es war eine anspruchsvolle und kostspielige Arbeit für das ganze Team. Obiges Bild zeigt Charles Michel und sein Team, das die Preisgekrönten 360-Grad Reisereportagen 1986 produzierte. Im speziell dafür gebauten Bus war nicht nur die ganze Aufnahmetechnik eingebaut sondern auch der Wohnbereich für die damals noch junge Familie Michel. Im Heck vom Bus befand sich eine Garage für das in Frankreich gebaute Mini-Auto.

Grosse Ehre für die Arbeit von Charles Michel und seinem Team

1986 wurden die 360-Grad Reportagen durch den Art Director's Club Deutschland ausgezeichnet. Aber nicht immer hatte das Team Glück. Im selben Jahr wurde bei einem spektakulären Einbruchdiebstahl die ganze Ausrüstung von Charles Michel gestohlen. Dabei war auch die damals weltweit einzigartige 360 Grad Kamera.

Erst ein Jahr später tauchte diese Kamera bei einem Erpressungsversuch in Bremerhaven wieder auf. Zuvor hatte eine Sondereinheit der Polizei die Bande während Wochen observiert. Zwar konnte die Polizei die Kamera und alle Geräte sicher stellen, doch hatten die Gangster die Kamera demoliert. So ist heute diese legendäre Kamera wieder im Besitz von Charles Michel, jedoch für 360-Grad Aufnahmen unbrauchbar. Es war damals die weltweit einzige Kamera dieser Art. Entsprechend war auch die Aufmerksamkeit in den Medien. Selbst die grössten Zeitungen wie die Deutsche Bild oder Frankfurter Allgemeine berichteten darüber. Es dauerte Monate, bis neue Geräte gebaut waren und das Team die Arbeit wieder aufnehmen konnte

 

Als Kameramann und Fotograf hat Charles Michel jedoch nicht nur technische Expertise. In den Jahren 2006 bis anfangs 2012 wurde er zum Präsidenten des Verbands der freien Kameraleute und TV-Produktionsfirmen (ENG-Schweiz / CameraSuisse) gewählt und kennt dadurch die Schweizer Medienlandschaft bestens. Zusätzlich zum technischen Fortschritt verfolgt er laufend die Auswirkungen und die sozialen Entwicklungen, welche damit einhergehen.

Im Jahr 2011 hat er an der ZHAW im Rahmen des MAS Ausbildungs-management das CAS Didaktik-Methodik (inkl. SVEB-Zertifikat) erfolgreich abgeschlossen.